Die Landung

Die Phase mit dem höchsten Unterhaltungswert zu Beginn, ist die Zeit, während der man versucht zu landen. Fast jedem geht es dabei so, daß man es zuerst einmal ohne Hintergrundkenntnisse versucht. Natürlich erleidet man Schiffbruch, weil man alleine mit der Drosselung des Motors nicht zurechtkommt.

Kriterien für eine erfolgreiche Landung

  • Kenntnisse über den Zusammenhang von Geschwindigkeit und Funktion der Klappen
  • Entwicklung eines Gefühls dafür, wann und wie der Sinkflug begonnen werden muss
  • Zusammenspiel zwischen Punkt 1 und 2
  • Erfahrung wie weit der Boden noch weg ist
  • Fähigkeit Kurven ohne unkontrollierten Höhenverlust zu fliegen und das Flugzeug auf Kurs zu halten
  • üben, üben, üben
Abb. 1 Landung bei Nacht in Meigs
Abb. 1 Landung bei Nacht in Meigs
Abb. 2 Landeklappen (Flapps)
Abb. 2 Landeklappen (Flapps)

Sobald man die Cessna auf einer Linie mit der Landebahn gebracht hat, sollte man den Flug speichern. Das hat den Vorteil, daß man bei einer verunglückten Landung neu aufsetzen kann.

Danach nimmt man beim Anflug zuerst in 3-4 Stufen das Gas zurück und ersucht die Klappen stufenweise auszufahren. Die letzte Klappenstufe muss kurz vor der Landebahn ausgefahren werden. Zur gleichen Zeit nimmt man dann auch das Gas vollständig zurück. Nun fliegt man im Leerlauf und mit voll ausgefahrenen Klappen über die Landebahn und nimmt kurz vor dem aufsetzen, die Nase des Flugzeugs sanft nach oben.

Abb. 3 Vor dem Aufsetzen, Klappen ganz ausgefahren
Abb. 3 Vor dem Aufsetzen, Klappen ganz ausgefahren
Abb. 4 Die Nase wird angehoben
Abb. 4 Die Nase wird angehoben
Abb. 5 Geschafft!
Abb. 5 Geschafft!

Anmerkungen

Viel üben ist angesagt. Da einige Handgriffe bei der Landung schnell aufeinander folgen und auch zur gleichen Zeit ausgeführt werden müssen, braucht man einige Zeit, bis man das richtige Geschick dafür entwickelt hat.
Genau das ist aber das interessante am Flugsimulator. Man kann es eben nicht gleich auf Anhieb. Dies unterscheidet den Simulator auch von Computerspielen, bei denen die Software dafür sorgt, dass ein minimales Erfolgserlebnis eintritt.
Allerdings hat diese Tatsache auch viele Leute vom Flugsimulator weggebracht.

All das bisher gesagte hat Relevanz für die ersten Landungen. Nicht berücksichtigt sind Wetter, Windeinflüsse und Navigation (Funkverkehr) sowie andere Flugzeuge. Gerade der Funksprechverkehr kann einem manchmal den Nerv rauben, da z.B. der Tower immer dann eine Anforderung hat, wenn man sich gerade einen zweiten Kopf und vier Hände wünscht.

Die Simulation der Flugzeuge ist so gut, daß man selbst wenn man bereits 100-mal erfolgreich mit einer Cessna gelandet ist, immer noch kein Düsenflugzeug landen kann. Wählt man den Sprung nicht so groß, kann man in durchaus kurzer Zeit ein Zweimotoriges Flugzeug landen. Auf jeden Fall sollte der Aufbau langsam begonnen werden.